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Vorankündigung

Die nächsten Veranstaltungen sind:

NÄCHSTENLIEBE IM KRIEG. MILITÄRISCHE SANITÄTSVERSORGUNG BIS 1918 (23.2.2018-20.1.2019) und FÜHRUNG HINTER DIE KULISSEN DES RUNDGEMÄLDES
Christine Gamper, Das Tirol Panorama
DO, 15.3.2018, 16:00 – 17:30 Uhr

CRANACH NATÜRLICH. HIERONYMUS IN DER WILDNIS (2.3.-7.10.2018)
Helena Pereña, Ferdinandeum
DO, 12.4.2018, 14 Uhr

FRISCHLUFT? FREIHEIT! FAHRRAD! (4.5.2018-6.1.2019)
Claudia Sporer-Heis, Museum im Zeughaus
DO, 7. Juni 2018, 17 Uhr

GITTI SCHNEIDER. DASS DER HIMMEL ÜBER MIR SICH KLÄRE (20.7.-7.10.2018)
Gitti Schneider, Tiroler Volkskunstmuseum, Kreuzgang
DO, 2. August 2018, 16 Uhr

STEREO-TYPEN. GEGEN EINE MUSIKALISCHE MONO-KULTUR (27.4.-28.10.2018)
Franz Gratl, Ferdinandeum
DO, 13. September 2018, 15 Uhr

FEUER (18.5.-4.11.2018)
Karl C. Berger und Anna Horner, Tiroler Volkskunstmuseum
DO, 18. Oktober 2018, 17:30 Uhr
im Anschluss um 19 Uhr: Jahreshauptversammlung

KUNST 1938-1945 + HARALD PICKERT. BILDER AUS DACHAU (14.12.-7.4.2019)
Günther Dankl, Ferdinandeum
erst 2019!

Buchpräsentation: James R. Dow - Angewandte Volkstumsideologie

5. FEBRUAR, 19 Uhr

Im Jahr 1939 wurde die überwiegend deutschsprachige Bevölkerung Südtirols vor die Wahl gestellt, entweder in Hitlers Deutsches Reich auszuwandern oder in Mussolinis faschistischem Italien zu verbleiben. Viele wählten die „Option“ für Deutschland, ehe das Projekt „Umsiedlung Südtirol“ 1943 infolge der Kriegsereignisse zusammenbrach. In der überwiegend von Deutschsprachigen bewohnten Gottschee im heutigen Slowenien erfolgte ein ähnliches Umsiedlungsreferendum im Jahr 1941. Verantwortlich für die Umsiedlung sogenannter „Volksdeutscher“ war Heinrich Himmler als „Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums“. Ihm war auch die als nationalsozialistische Wissenschaftsorganisation etablierte Forschungs- und Lehrgemeinschaft das „Ahnenerbe“ der SS unterstellt, deren Aufgabe laut Satzung darin bestand, „Raum, Geist und Tat des nordischen Indogermanentums zu erforschen“ und „die Forschungsergebnisse lebendig zu gestalten und dem deutschen Volke zu vermitteln“. Im Sinne dieses Mandats formierte das Ahnenerbe in Südtirol und der Gottschee sogenannte „Kulturkommissionen“, die, untergliedert in volkskundliche und sprachwissenschaftliche Arbeitsgruppen, bis 1943 umfangreiche Dokumentationen und Auswertungen angeblich „nordisch-germanischer Kultur“ in den Umsiedlungsgebieten vornahmen.

James R. Dow liefert durch die vorliegende Monografie nicht nur eine erste zusammenfassende Darstellung und Evaluierung der Forschungsaktivitäten der Ahnenerbe-Kulturkommissionen anhand zahlreicher Fallbeispiele und Forscherbiografien, sondern zeigt auch eindringlich die auf sie einwirkenden „Schatten“ einer pseudo- und populärwissenschaftlichen „Junk Science“ auf, die ein buntes Spektrum von Hanns Hörbigers wirrer „Welteislehre“ bis hin zu Hans F. K. Günthers NS-„Rassenlehre“ umspannte. Primär ging es den Ahnenerbe-Kulturkommissionen darum, in Südtirol und der Gottschee Reste eines „nordisch-germanischen Ahnenerbes“ zu entdecken und die Forschungsergebnisse den Konzepten nationalsozialistischer „Volkstumspflege“ einzupassen.

Der Autor:

James R. Dow ist Professor Emeritus für Deutsche Volkskunde und Sprachwissenschaft an der Iowa State University in Ames. Seine sprachwissenschaftlichen Arbeiten konzentrieren sich auf deutsche Minderheitensprachen in Amerika (Amanadeutsch, Amisch und Pennsylvania Dutch) und in Europa (Zimbrisch). Außerdem war er zehn Jahre lang Herausgeber der Internationalen Volkskundlichen Bibliografie.

Buchpräsentation in Zusammenarbeit mit dem "Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung" (ivk)

Jahresausklang

Zum Jahresausklang des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums gemeinsam mit dem Forums Land zelebrierte in der Innsbrucker Hofkirche am 23. November der neue Guardian des Innsbrucker Franziskanerklosters, P. Rupert Schwarzl OFM, einen stimmungsvollen Wortgottesdienst, den Prof. Mag. Reinhard Jaud an der Ebert-Orgel begleitete. Die „Schwarzen Mander“ hielten zu diesem Anlass brennende Kerzen, deren Schein der Hofkirche eine besonders mystische Stimmung vermittelte.

P. Rupert hob in seiner liturgischen Begrüßung die Bedeutung der Volkskunst, die im Tiroler Volkskunstmuseum zum Ausdruck kommt, besonders hervor. Er sprach einleitende Worte zu einem Franziskus-Text, den Obmannstellv. Dr. Roland C. Pollo verlas.

Obmann Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner begrüßte den aus Kals in Osttirol stammenden P. Rupert Schwarzl, der die Nachfolge des nach Bozen berufenen P. Guido Demetz, antrat. 

Kronsteiner streifte die Ereignisse des zu Ende gehenden Vereinsjahres, das von vielen Veranstaltungen, Führungen und Kunstausflügen in Nord- und Südtirol, aber auch von Exkursionen nach Salzburg und Bayern gekennzeichnet war.

Nach einer Lesung von Kammerschauspielerin Julia Gschnitzer gab es bei Zelten, Speck und Wein noch lange viele interessante Gespräche. (Dr. Heinz Wieser)

Jahresabschluss am 23. Nobvember 2017

Wir laden am Donnerstag, 23. November 2017 um 18.00 Uhr herzlich zum WORTGOTTESDIENST in der HOFKIRCHE und anschließendem JAHRESAUSKLANG im VOLKSKUNSTMUSEUM ein.

Wir feiern gemeinsam mit Pater Rupert den Wortgottesdienst. Reinhard Jaud wird an der Ebertorgel spielen. Anschließend findet eine kleine Lesung von Julia Gschnitzer statt.

Bei einem Glas Wein, Zelten und Speck wollen wir das Vereinsjahr 2017 im Tiroler Volkskunstmuseum harmonisch ausklingen lassen.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir, die Teilnahme verlässlich unter Tel. 0512-59489-510 oder per mail an h.kapferer@tiroler-landesmuseen.at anzumelden. Für die Unkosten wird um eine freiwillige Spende gebeten.

Vorführung von Handwerkstechniken

Am 8. November 2017 sind wir eingeladen, im Innsbrucker "Gläserkastl" einen Einblick in die Herstellung von Kunstwerken aus Glas zu erhalten. Alfred Ecker wird uns zahlreiches Interessantes vorführen. Vielleicht ergibt sich auch die Möglichkeit, selbst etwas auszuprobieren?  

http://www.glaeserkastl.com/

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